4. Februar ist Weltkrebstag
Jedes Jahr am 4. Februar macht der Weltkrebstag auf die Bedeutung von Prävention, Früherkennung, Behandlung und Forschung bei Krebserkrankungen aufmerksam. Die internationale Kampagne der Union for International Cancer Control (UICC) steht von 2025 bis 2027 unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“.
Menschenzentrierte Krebsversorgung
Die Kampagne rückt die Einzigartigkeit jedes Menschen in den Mittelpunkt. Nach persönlichen Krebsgeschichten im Jahr 2025 steht 2026 unter der Überschrift „Deine Geschichte bewegt Menschen zum Umdenken“ die Frage im Fokus, wie die Krebsversorgung stärker an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden kann.
Ziel ist eine Weiterentwicklung des Gesundheitssystems – weg von einer rein krankheitsorientierten Sicht hin zu einer menschenzentrierten, bevölkerungsbezogenen Versorgung. Diese stärkt die Beteiligung von Patientinnen und Patienten an Entscheidungen, fördert die Gesundheitskompetenz und unterstützt die Prävention.
Krebsregister schaffen Wissen und Transparenz
Eine solche Ausrichtung braucht verlässliche und verständliche Daten. In Deutschland leisten die Landeskrebsregister dazu einen zentralen Beitrag. Sie erfassen Krebserkrankungen in den Bundesländern und stellen regelmäßig Auswertungen zur Krebshäufigkeit, Versorgung und Qualität bereit.
Auf Bundesebene werden die Daten im Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut zusammengeführt und gemeinsam mit dem Deutschen Krebsregister e. V. unter anderem in der Publikation „Krebs in Deutschland“ veröffentlicht.
Krebs in Deutschland – ein aktueller Überblick
- 2023 wurden in Deutschland rund 517.800 Krebsneuerkrankungen diagnostiziert.
- 3 Millionen Menschen leben mit oder nach einer Krebserkrankung.
- Fast jede zweite Krebserkrankung betrifft die Prostata, die Brust, die Lunge oder den Darm.
- Im Laufe des Lebens erkranken 49 % der Männer und 43 % der Frauen an Krebs.
- Das Überleben nach einer Krebsdiagnose hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten für viele Krebsformen verbessert.
Diese Zahlen zeigen, wie wichtig eine transparente Krebsberichterstattung ist – als Grundlage für Information, Beteiligung und eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Versorgung.
Krebsneuerkrankungen in Deutschland

© Robert Koch-Institut, Deutsche Krebsregister e.V. (Hg.) Krebs in Deutschland für 2021-2023.15. Auflage. Berlin 2025
Weiterführende Informationen
Ausführliche Daten und Analysen finden Sie in der Publikation „Krebs in Deutschland für 2021–2023“ unter: www.krebsdaten.de.
Daten zu einzelnen Bundesländern finden Sie in den Landeskrebsregistern (Übersicht und Links hier: www.dkr.de/uebersicht).
